12 Sep
Friedenauer TSC : FC Stern Marienfelde 4:0 (9:1)
Perfekter Heimauftakt!

26 Sep
Altliga Ü60
Kraftakt mit glücklichem Ausgang
Schiedsrichter Norbert Michalik hatte gerade erst zur ersten Hälfte in seine Pfeife geblasen, als Friedenaus Keeper Michael „Kölle“ Köllen bereits mit einem exzellenten Reflex einen scharfen Abschluss der Gäste aus dem kurzen Eck ins Toraus abwehrte. Der Berliner SC: Stante pede auf Betriebstemperatur. Kölle auch!
Am Spielfeldrand drängelten sich ungewöhnlich zahlreich erschienene Zuschauer um die besten Stehplätze im Spitzenspiel der Ü60 Bezirksliga. Aktive, Passive, Neu60er, Alt60er, Noch50er, Rekonvaleszenten, Söhne, Schwiegertöchter, Schwippschwager, Ultras mit und ohne Bluthochdruck. Der Autor könnte noch die ein oder andere Bevölkerungsgruppe aufzählen, wenn sie ihm an dieser Stelle einfiele. Wie dem auch sei: Volle Hütte am Wiesi! Ausverkauft!
Die Gäste legten los wie ein hungriges Rudel Goldschakale. Zielstrebig, bissig, flink. Keine Verschnaufpause für Frank Apelts Truppe. Der SC wirkte griffiger, körperlich und spielerisch überlegen. FTSC-60er Debütant und Angreifer Shin Kimoto aus Osaka, versuchte kurz vor der Mittellinie das Aufbauspiel des Gegners konsequent zu stören. Mit viel Einsatz und Laufstärke. Apelt und Topgül hielten im Mittelfeld dagegen und lauerten auf Lücken. Hinten liefen sich Brombosch, Käßemodel und Andrew Cross die Hacken wund. War man in Ballbesitz, mangelte es leider noch an Ruhe im Aufbauspiel. Teilweise stimmte die Zuordnung nicht, Pässe kamen zu ungenau. Mit Glück und einem hervorragend aufgelegten Torhüter widerstanden die Friedenauer der Sturm- und Drangphase der Gäste. Nachdem Frank Apelt für zwei sehenswerte Fernschüsse lautstark bejubelt wurde, dachte sich Topgül: „Das will ich auch.“ In der 20. Spielminute dribbelte er sich dynamisch durch das Mittelfeld, legte sich die Kugel vor der Box auf seinen linken Schlappen und versenkte das Kunstleder fulminant in der Kiste. Aus dem Nichts der Führungstreffer. Am Spielfeldrand gab es kein Halten mehr. Wahnsinn! Der SC wirkte jedoch nur kurz geschockt, agierte weiter gallig und intensiv. Bei Friedenau sorgte der Treffer für mehr Stabilität und Sicherheit. Bis zur Pause erlebten die Zuschauer eine spannende Begegnung mit klaren, spielerischen Vorteilen bei den Gästen.
Auch in der zweiten Hälfte machte sich das Glück lange Zeit auf Seiten der Blauweißen gemütlich. Der SC schoss aus allen Rohren, drückte auf den Ausgleich. Doch die Abschlüsse waren nicht platziert genug, oder Keeper Kölle hatte was dagegen. Selbst ein gegebener 9Meter wollte dem Berliner SC nicht gelingen. Apelt und Birkhoff hätten sogar auf 2:0 erhöhen können, scheiterten jedoch knapp. Fünf Minuten vor Ende der sehenswerten und sehr fairen Partie hatte der Fußballgott dann doch Erbarmen mit den anrennenden Gelbschwarzen. Vor dem Tor Friedenaus stimmte einen Moment lang die Zuordnung nicht. Stephan Benz stand sträflich frei und brauchte nur noch den Fuß hinhalten. Der verdiente Ausgleich. Pünktlich um 21:30 Uhr trillerte die Pfeife des souverän agierenden Schiedsrichters ein letztes Mal. Von außen gab es viel Beifall. Für beide Teams. Und für gute Unterhaltung. Dank des besseren Torverhältnisses thront Friedenau weiter ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz.
Autor: CvR
Mannschaft: Michael Köllen, Frank Apelt, Hans Brombosch, Thomas Käßemodel, Bernd Birkhoff, Markus Ziener, Turabi Topgül, Andrew Cross, Carsten van Ryssen, Shin Kimoto, Nicolas Beerli
Am 2.10.26 um 18:30 Uhr gastiert Viktoria Berlin II im Berlin Pokal an der Wiesbadenerstraße.
