11 Apr
VFB Fortuna Biesdorf 2 - Friedenauer TSC 5:0 (1:0)
Köllen ALove!

14 Apr
Altliga Ü60
Gefühlter Sieg!
Für die angereisten Kicker aus Friedenau wirkte der Kunstrasenplatz von Concordia Britz an der Buschkrugallee wie der SUV unter den Berliner Amateurfußballstätten: Beeindruckend überdimensioniert und ein bisschen zu viel des Guten! Die Hälfte des Feldes entspricht der Gesamtgröße des „Wiesi“. Zumindest gefühlt. Nur wenige Meter entfernt: Die muffige Gäste-Kabine mit der Nummer 3, klein wie ein Karnickelstall. Herzlich Willkommen beim Tabellenzweiten!
Nach der Freitag-Klatsche in Biesdorf wollte das Team um Mannschaftskapitän Frank Apelt am Montagabend eine Reaktion zeigen. Wieder mit dabei: Mittelfeld-Ass Helmut Schulze und Dribbelkönig Turabi Topgül. Goalgetter Jan Wiechmann drückte in Orlando die Daumen. Der Pilotenstreik der Lusthansa machte seiner rechtzeitigen Rückkehr auf den Fußballplatz einen Strich durch die Rechnung. Der verletzte Abwehrspezialist Uwe Neitzel übernahm das Coaching von der Seitenlinie aus.
Apelt kramte im Kaninchenbau eine kluge Strategie aus seinem Turnbeutel: Kompakt stehen, den Gegner hinter der Mittellinie robust empfangen, diszipliniert die Räume eng machen, nicht vom Gegner in die Breite locken lassen, auf Konter spekulieren. Die Spielidee sollte aufgehen.
Vom Anpfiff an bissen sich die Gastgeber am FTSC gepflegt die Kauleisten aus. Was sie auch unternahmen, spätestens am 16er war Schluss. Zwei Drittel der Schüsse aus der zweiten Reihe verfehlten das Gehäuse von Keeper Michael Köllen deutlich. Auf der anderen Seite agierten Thomas Fischer und Turabi Topgül gefährlicher. Vor allem Topgül. Leider legte er sich Mitte der ersten Hälfte nach einem tollen Solo kurz vor der Box den Ball ein wenig zu weit vor und brachte sich um den verdienten Lohn.
Apelt dirigierte seine Truppe mit viel Verve wie ein Rundfunk- und Sinfonieorchester. Papadopoulos, Ziener, Käßemodel agierten engagiert und fokussiert im Rückraum. Davor liefen sich Schulze, Fischer, Birkhoff und Topgül die Haxen wund. Wobei jede gelungene Balleroberung mit Applaus und Anfeuerungsrufen lautstark von der Bank begleitet wurde. Kopfschüttelnd und genervt schlichen Concordias Kicker vom Platz in die Halbzeitpause.
Die zwote Hälfte setzte nahtlos an die erste an. Der VFB mühte sich, fand einfach keine Lücke. Erst in der 42. Minute rauschte ein gefährlicher Ball auf die Kiste Friedenaus. Michael Köllen glänzte mit einer großartigen Parade. Wenige Zeigerumdrehungen später brach plötzlich Topgül durch, trieb die Kugel auf dem rechten Flügel vor sich her und verpasste im richtigen Moment ein Abspiel auf van Ryssen, der ohne Gegenspieler völlig frei über links mitgelaufen war. Fischer ärgerte Concordia mit einem fiesen Abschluss aus spitzem Winkel, der an den rechten Außenpfosten klatschte. Friedenau war dem Lucky Punch näher als Britz. Die Gastgeber haderten, schimpften, meckerten, machten sich gegenseitig Vorwürfe. Friedenau warf sich aufopferungsvoll in jeden Ball. Nach 63 Minuten beendete Schiedsrichter Ali Alik eine kampfgeprägte, faire Partie, die sich für Friedenau ein wenig wie ein Sieg anfühlte.
Autor: CvR
Mannschaft: Michael Köllen, Ilias Papadopoulos, Markus Ziener, Frank Apelt, Helmut Schulze, Bernd Birkhoff, Thomas Fischer, Thomas Käßemodel, Turabi Topgül, Carsten van Ryssen
Am Montag, den 20.04.26, um 19 Uhr trifft der Friedenauer TSC in der Meisterschaft auswärts auf Tabellenführer FS Kladow.


31 Mär
Stolpernder Scampi, quirliger Fischer, umtriebiger Wirtz!
